(statt) Beethoven
 

Neun Kammermusik-Programme

um einen großen Komponisten

Wenn es so etwas wie eine zeitlose Modernität gäbe, so wäre Ludwig van Beethoven ihr Protagonist: Aus jedem Werk des Komponisten spricht eine unbändige Innovationskraft, die musikgeschichtlich im richtigen Moment unzählige Türen in die Zukunft aufstieß.

2020, im Jahre des 250. Geburtstags des Bonner und Wiener Neuerers, gilt es, das Phänomen Beethoven auf heute zeitgemäße Weise zu beleuchten. Der Kammermusikzyklus (statt) BEETHOVEN zeigt die direkte oder indirekte Auseinandersetzung von mehr als zwei Dutzend Komponisten mit Beethoven von den Zeitgenossen Ende des 18. Jahrhunderts bis heute – von Haydn bis Strawinsky, von Mozart bis Heucke. Dabei verzichtet der Zyklus konsequent auf Originalwerke Beethovens. Gerade aus dieser scheinbaren Beethoven-Distanz heraus ermöglicht er vielfältige unbefangene Annäherungen an Beethoven. Und die Zahl der Konzerte steht selbstverständlich symbolisch für die neun Sinfonien Beethovens. Jedes Konzert wird deshalb durch ein Scherzo in mehr oder weniger „sinfonischem“ Zuschnitt eröffnet.

Als Kammermusik-Festival will (statt) BEETHOVEN auch die Musikszene im Ruhrgebiet ins rechte Licht setzen durch Uraufführungen von dort lebenden Komponistinnen und Komponisten wie Julia Rhode, Stefan Heucke, Johannes Marks, Marc L. Vogler und Michael Em Walter. Auch viele der Interpretinnen und Interpreten leben im Ruhrgebiet bzw. in Westfalen.

Zwei Städte, drei Programmreihen und vier Konzertorte haben sich mit Unterstützung der LWL-Kulturstiftung für neun Veranstaltungen zusammengetan.

Der Gelsenkirchener Kulturraum „die flora“ ist ein intimer städtischer Kulturort, der sich mit der Reihe „Musik erzählt...“ unter Leitung des Komponisten Michael Em Walter in den letzten fünf Jahren ein immer größer werdendes Publikum für zeitgenössische Musik und klassisch-romantisches Repertoire unter jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten (u.a. „Verwandlung“, „Europa“, „Freiheit“) erspielt hat. Mit der Nicolai-Kirche aus dem Jahre 1892 beteiligt sich auch der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen/Wattenscheid mit einem Konzert am Konzertzyklus.

Die Stadt Recklinghausen ist seit 45 Jahren Austragungsort der integral::musiken unter der Leitung des Konzertpianisten Rainer Maria Klaas; mit den Spielorten Ruhrfestspielhaus und Bürgerhaus Süd nimmt sie am Konzertzyklus teil. Auch die dem Musikernachwuchs gewidmete, fast 30 Jahre erfolgreich arbeitende Konzertreihe DEBUT UM 11, geleitet von Claudia Vortmann, ist mit zwei Veranstaltungen mit von der Partie.

Freuen Sie sich auf neun Konzertereignisse mit so wunderbaren Interpretinnen und Interpreten wie Robert Beck, Paul Böhme, Nina Gurol, Javier Huerta Gimeno, Noé Inui, Rainer Maria KLAAS, Kolja LESSING, Johann Ludwig, Ana-Marija Markovina, Peter MÖNKEDIEK, das Nodelman-Quartett, das Orchesterzentrum | NRW in Dortmund, Schaghajegh Nosrati, Jay Jung-Hoon Wang und Joël Wöpke.

Konzept und künstlerische Leitung:
Rainer Maria Klaas (Recklinghausen)
Michael Em Walter (Gelsenkirchen)